SKADI in process
Vom Entwurf bis zum fertigen Schmuckstück
SKADI ist kein Produkt von der Stange.
Jedes Schmuckstück entsteht in mehreren, bewusst gewählten Arbeitsschritten – von der ersten Idee bis zum letzten Handgriff.
Holz ist ein lebendiges Material.
Es reagiert auf Hitze, Druck, Zeit und Berührung.
Deshalb folgt jeder Schritt einem klaren Rhythmus: präzise dort, wo es nötig ist, langsam dort, wo das Material es verlangt.
Auf dieser Seite zeigen wir den Entstehungsprozess von SKADI - transparent und Schritt für Schritt.
Nicht um zu beeindrucken – sondern um sichtbar zu machen, wie viel Sorgfalt, Handarbeit und Zeit in jedem einzelnen Paar Ohrringe steckt.
SKADI entsteht nicht im Voraus.
Jedes Stück wird gefertigt, wenn es gebraucht wird.
Still.
Verwurzelt.
Mit Respekt vor Material und Prozess.
1. Die Gestaltung beginnt am Computer

Digitale Entwurfsarbeit – jede Linie wird bewusst gesetzt.
Jede SKADI-Form entsteht zunächst digital.
Am Computer werden Proportionen, Linien und Öffnungen präzise ausgearbeitet. Hier entscheidet sich, wie ruhig eine Form wirkt, wie viel Raum sie lässt und wie sie später getragen wird.
Dieser Schritt ist mehr als Technik: Es ist ein bewusstes Reduzieren. Linien werden verworfen, Abstände verändert, Symmetrien neu gedacht. Oft entstehen mehrere Varianten, bevor eine Form stimmig ist.
Die digitale Gestaltung ermöglicht es, jede Entscheidung sichtbar zu machen – und nichts dem Zufall zu überlassen. Erst wenn die Form in sich ruht, geht sie in die nächste Phase.
2. Die Form wird präzise umgesetzt

Präziser Laserschnitt – jede Form folgt der zuvor entwickelten Gestaltung.
Ist eine Gestaltung abgeschlossen, wird sie in den nächsten Schritt überführt: die präzise Fertigung.
Beim Laserschnitt werden die zuvor entwickelten Linien millimetergenau umgesetzt. Dieser Prozess verlangt Erfahrung, Aufmerksamkeit und Vorbereitung – denn jedes Material reagiert anders.
Einstellungen wie Geschwindigkeit, Intensität und Reihenfolge der Schnitte müssen auf Holzart, Stärke und Form abgestimmt werden. Kleine Abweichungen können darüber entscheiden, ob eine Kante sauber wird oder eine filigrane Form ihre Stabilität verliert.
Deshalb entstehen vor jeder Serie mehrere Tests. Erst wenn Schnittbild, Form und Balance stimmen, beginnt die eigentliche Fertigung der SKADI-Elemente.
3. Die Formen werden gelöst und gesichtet

Vorsichtiges Lösen und erste Auswahl der gefertigten Formen.
Nach dem Laserschnitt werden die einzelnen Formen vorsichtig aus dem Material gelöst.
Dieser Schritt erfordert Aufmerksamkeit und Zeit, denn filigrane Elemente können leicht beschädigt werden. Nicht jede Form löst sich gleich – Maserung, Materialspannung und Schnittbild spielen eine Rolle.
Anschließend werden alle Teile gesichtet. Stücke mit feinen Rissen, Unregelmäßigkeiten oder instabilen Stellen werden aussortiert. Nur Formen, die sowohl optisch als auch konstruktiv überzeugen, gehen in den nächsten Arbeitsschritt.
Dieser Moment ist entscheidend: Hier zeigt sich, welche Entwürfe und Einstellungen im Zusammenspiel mit dem Material wirklich tragen.
4. Feinschliff und Nacharbeit von Hand


Manuelle Nacharbeit: Schleifen, Glätten und präzises Verfeinern der Formen.
Nach dem Lösen und Sichten beginnt die manuelle Nacharbeit.
Die geschnittenen Formen werden von Hand geschliffen, Kanten geglättet und Übergänge verfeinert. Dabei geht es nicht nur um Optik, sondern auch um Haptik: Jede Kante soll sich ruhig anfühlen, jede Öffnung ausgewogen wirken.
Für besonders feine Stellen kommt ein Diamantschleifer zum Einsatz. Mit ihm werden filigrane Innenformen nachgearbeitet, kleine Unregelmäßigkeiten ausgeglichen und empfindliche Bereiche stabilisiert.
Dieser Schritt ist zeitintensiv und erfordert Konzentration. Jedes Teil wird einzeln bearbeitet – Tempo spielt hier keine Rolle. Erst wenn Form, Oberfläche und Gefühl stimmen, ist ein SKADI-Element bereit für die nächste Phase.
5. Reinigung und Entfernen von Schmauchspuren

Sorgfältige Reinigung: Entfernen von Schmauchspuren und Schleifrückständen.
Nach dem Schleifen werden alle Formen sorgfältig gereinigt.
Beim Laserschnitt und der manuellen Nacharbeit entstehen feine Schmauchspuren sowie Schleifstaub, die sich besonders in Vertiefungen und an Kanten absetzen. Diese Rückstände würden die Oberfläche verfälschen und die spätere Veredelung beeinträchtigen.
Deshalb wird jedes Teil einzeln von Staub und Ablagerungen befreit. Erst wenn das Holz wieder klar sichtbar ist und seine natürliche Struktur vollständig zur Geltung kommt, gilt dieser Schritt als abgeschlossen.
Die Reinigung schafft die Grundlage für alles, was folgt: eine ruhige Oberfläche, gleichmäßige Farbaufnahme und ein stimmiges Gesamtbild.
6. Veredelung mit natürlichem Hartwachsöl & Trockenzeit


Veredelung mit natürlichem Hartwachsöl und anschließende Trockenphase.
In diesem Schritt erhalten die Holzformen ihre finale Oberfläche.
Jede einzelne Form wird von Hand mit einem hochwertigen Hartwachsöl veredelt. Das Öl dringt tief in die Holzstruktur ein, schützt das Material dauerhaft und bringt Maserung und Farbe sanft zur Geltung – ohne die natürliche Haptik zu verlieren.
Verwendet wird ein Öl, das unbedenklich für Mensch, Tier und Pflanze ist. Es versiegelt das Holz, ohne es zu verschließen, und macht die Ohrringe widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und alltägliche Beanspruchung.
Nach dem Ölen folgt eine kontrollierte Trockenphase. In dieser Zeit kann das Holz das Öl vollständig aufnehmen und aushärten. Erst danach sind die Formen bereit für die Montage der Silberhänger und den letzten Qualitätscheck.
Dieser Schritt braucht Geduld – und genau diese Zeit macht den Unterschied spürbar.
7. Montage & finale Qualitätskontrolle

Montage der Silberhänger und abschließende Qualitätskontrolle.
Im letzten Schritt werden die veredelten Holzformen zu fertigen Ohrringen montiert.
Dafür kommen ausschließlich hochwertige, silberfarbene Ohrhaken und Verbindungselemente zum Einsatz. Jede einzelne Verbindung wird von Hand geöffnet, eingesetzt und sicher geschlossen – ohne das Holz zu beschädigen oder unter Spannung zu setzen.
Anschließend folgt die finale Kontrolle: Sitz der Hänger, Beweglichkeit der Verbindung, Oberflächenqualität und Gesamtwirkung werden geprüft. Nur Paare, die optisch stimmig sind und sich angenehm tragen lassen, verlassen die Werkbank.
Dieser letzte Blick entscheidet darüber, ob ein Stück bereit ist, getragen zu werden.
Erst dann ist SKADI vollständig.
8. Das fertige SKADI-Schmuckstück



Bereit, getragen zu werden
Was bleibt, ist ein Paar Ohrringe aus Holz –
leicht, ruhig, naturverbunden und mit sichtbarer Geschichte.
Kein Massenprodukt.
Kein Vorrat.
Sondern ein Stück, das entsteht, wenn es gebraucht wird.